In der Stadt St. Gabriel, in der Autonomen Provinz Michigan, einem schönen Stillleben aus Ökonomien und Privilegien am Rande des Ruins durch die Kräfte der Torheit, filmt ein Dokumentarfilmer Mitglieder einer lokalen Theatergruppe bei der Erarbeitung einer Adaption von Eine Weihnachtsgeschichte. Im Laufe der Dreharbeiten verwickelt sich sein Film in Geschichten von Verschwörung und Mord, die sich um einen alten, an Demenz leidenden Mann, seinen Sohn und seinen Enkel drehen. Gleichzeitig fließen sowohl in der Stadt als auch im alten Mann die Geister von Halloween und Weihnachten ineinander. Seltsame Szenen werden in einer Reihe von Maskenspielen aufgeführt, eine fortlaufende Festsaison aus Trauer und Exzess, über die auf geheimnisvolle Weise eine rätselhafte Figur wacht – scheinbar teils Mensch, teils Engel, teils Trickster.
Dies ist eine Synopsis, aber wovon ist es eine Synopsis?
Masks in the Sun war nicht einfach ein Film im herkömmlichen Sinne. Er nutzte das Medium Film, um ein Theaterpublikum zur Begegnung mit Gefühlen zu führen, die einerseits Menschen mit Demenz vertraut sind, und andererseits der Torheit einer algorithmusgetriebenen, melancholischen Verschwörungskultur. Er bleibt ein bewegendes Porträt dieser Kultur aus einer Zeit, als sie noch als libertär galt und bevor sie ihr wahres Selbst entdeckt hatte.
Zum Erlebnis des Publikums gehörte nach dem 2-stündigen, 20-minütigen Film noch dies: Maskierte Figuren standen an den Theaterausgängen und überreichten den Hinausgehenden einen Brief eines Widersachers des Regisseurs, der ihnen mitteilte, sie seien alle getäuscht worden.
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Unter den Zuschauern war eine ortsansässige Frau, die darauf bestand, aus ästhetischen und nicht aus politischen Gründen empört zu sein. Ihre Kritik sagt einiges über eine Kultur aus, die äußerlich zunehmend misstrauisch, grausam und der destruktiven Torheit verschrieben war, in ihrem Kern jedoch voll verlorenen und verzweifelten Grübelns und Melancholie.
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Masks in the Sun hatte all das Folgende, wovon hier teilweise Belege verfügbar sind:
- Trailer
- einen Casting-Aufruf
- Drehbücher, die bearbeitet und wieder bearbeitet wurden
- Farbpaletten
- Dreh- und Terminpläne
- vorbereitende Videostudien
- Dutzende Freiwillige
- ausschließlich lokale Spender
- Figuren
- Orte
- eine damit verbundene Installation namens Masks in the Sun Days
- Musik
- Porträts
- lokale Kritiken
- eine Gedankenreihe mit dem Titel „Pictures”
- ein Stück namens „Dementia as Dreaming”
- eine aus dem Film abgeleitete Familyker-Szene
- Masks Persons (mit Fisch-Glyphen)
- eine Kritik aus der Lokalzeitung
- ein Regiestatement
- und ein wohltätiges Anliegen, Menschen in örtlichen Pflegeheimen, die an Demenz leiden, Musik zu ermöglichen.